Stark inszenierte Sci-Fi-Action

Saros (PlayStation 5, 2026)

„Saros“ für die PS5 im Test

Das Entwicklerstudio Housemarque gilt seit Jahren als eine der besten Adressen für brachiale Bullet-Hell-Shooter. Nach dem Erfolg von „Returnal“ ist „Saros“ der quasi Nachfolger des für seine Schwierigkeit bekannten Actionspiels. Kann der Erfolg des Vorgängers wiederholt werden?

Die Handlung des Spiels dreht sich um Arjun, der mit seiner Crew auf dem Planeten Carcosa landet, um die Ressource Lucenit abzubauen. Als sogenannter Vollstrecker zieht Arjun los, um die Geheimnisse des Planeten aufzuklären und seine bei einer vorherigen Mission verschwundene Frau zu finden. In erster Linie ist „Saros“ ein Third-Person-Action-Shooter. In immer schwerer werdenden Levels, den sogenannten Biomen, zieht Arjun mit verschiedenen Waffen gegen Gegnerhorden in den Kampf. Bei einem Ableben geht es zurück in die Basis, wo Arjun mit verschiedenen Ressourcen seine Fähigkeiten verbessern kann. Die Kämpfe sind dabei extrem intensiv. Bei einigen Bosskämpfen ist der ganze Bildschirm mit Partikeln und Projektilen gefüllt, die auf unterschiedliche Weise gekontert werden müssen.

Weniger Frust als „Returnal“

Der geistige Vorgänger „Returnal“ war für seinen oft unerbittlichen Schwierigkeitsgrad bekannt und konnte einen bis an die Frustgrenze treiben, wenn man nach 45 Minuten wegen ein paar kleiner Fehler den gesamten Run von vorne beginnen musste. „Saros“ hat diesen Schwierigkeitsgrad und den damit verbundenen Frust deutlich entschärft. Nach dem Freischalten kann nun auch in späteren Biomen gestartet werden. Arjun lässt sich dauerhaft verbessern und durch Modifikationen kann der Schwierigkeitsgrad weiter gesenkt werden.

Letztendlich fühlen sich diese Anpassungen jedoch fast etwas zu stark an. Während der Vorgänger echte Erfolgserlebnisse bot, ist man sich bei „Saros“ oft unsicher, wie der Schwierigkeitsgrad optimal eingestellt werden sollte. Immerhin ermöglicht das aber allen Spielern, die interessante Story zu erleben und bis zum Abspann zu gelangen. Die Geschichte besitzt dabei erneut eine Metaebene, wirkt diesmal jedoch schneller offensichtlich und ein wenig vorhersehbarer.

Insgesamt ist Saros ein sehr gutes Spiel. Die Action ist wie gewohnt grandios, die Einbindung des PlayStation-5-Controllers hervorragend und auch audiovisuell gehört „Saros“ zu den beeindruckendsten PS5-Titeln. Allerdings hat Housemarque den Schwierigkeitsgrad ein wenig überkorrigiert: Die vielen Anpassungsmöglichkeiten nehmen einen Teil der Spannung und des Erfolgsgefühls, das den Vorgänger ausgezeichnet hat. Trotzdem bleibt Saros ein echtes Action-Highlight. Jetzt erhältlich für PlayStation 5.

Text: Kai Möller | Bilder: Sony