Heiko Kreiter über 15 Jahre Beach of Love
Kaum zu glauben, das Tagesfestival am Heilbronner Stadtstrand wird anderthalb Jahrzehnte alt! Mit Veranstalter Heiko Kreiter schauen wir im Interview zurück, wie sich Beach of Love seit 2009 entwickelt hat, warum das Hip Island nach wie vor die perfekte Location dafür ist und was die Zukunft bringt.
„Beach of Love ist für viele zu einem echten Pflichttermin geworden“
Wenn du auf 15 Jahre Beach of Love zurückblickst – worauf seid ihr als Team am meisten stolz?
Am meisten stolz sind wir darauf, dass Beach of Love über die Jahre zu viel mehr geworden ist als nur ein Festival. Es ist eine echte Community entstanden – aus Besuchern, Künstlern, Partnern und unserem Team. Viele Menschen kommen seit Jahren immer wieder und begleiten das Festival schon sehr lange. Dieses Gefühl, gemeinsam etwas aufgebaut zu haben und jedes Jahr wieder einen besonderen Ort für elektronische Musik und Begegnung zu schaffen, ist für mich eigentlich das Schönste.
Wie hat sich das Festival seit 2009 aus deiner Sicht entwickelt?
Wenn ich auf die Entwicklung seit 2009 schaue, ist es schön zu sehen, wie sich Beach of Love Schritt für Schritt zu einem festen Termin im Kalender vieler Gäste entwickelt hat. Besonders in den letzten beiden Jahren haben wir gemerkt, wie stark diese Verbindung geworden ist – das Event war bereits weit vor dem Veranstaltungstag ausverkauft. Gerade in der aktuellen Zeit ist das alles andere als selbstverständlich. Für uns ist das ein starkes Zeichen, dass Beach of Love für viele Menschen zu einem echten Pflichttermin geworden ist.

„Wichtig ist, dass es ein bezahlbares Event bleibt und wir faire Ticketpreise anbieten“
Was war für euch über die Jahre hinweg die größte Herausforderung?
Definitiv die Corona-Jahre. Wie für viele in der Eventbranche stand plötzlich alles still und man wusste lange nicht, wann und wie Veranstaltungen wieder möglich sein würden. Gleichzeitig hat sich auch die Location, der Beachclub „Hip Island“, über die Jahre mehrfach verändert und ist an neue Standorte gezogen. Dadurch mussten wir uns immer wieder auf neue Rahmenbedingungen, Genehmigungen und organisatorische Abläufe einstellen. Spannend ist dabei, dass Beach of Love heute das einzige Event ist, das den Beachclub seit dem ersten Standort begleitet. Trotz all dieser Veränderungen war uns eines immer wichtig: dass Beach of Love ein bezahlbares Event bleibt und wir faire Ticketpreise anbieten, auch wenn Kosten und Gagen in den letzten Jahren stark gestiegen sind.


Welche Werte oder Visionen sind euch bis heute besonders wichtig?
Partnerschaftliche Zusammenarbeit und Loyalität sind für uns zentrale Werte. Deshalb haben wir uns ganz bewusst entschieden, Beach of Love weiterhin im Hip Island stattfinden zu lassen. Natürlich sehen wir das große Potenzial, das Festival noch weiter wachsen zu lassen. Aber für uns geht es nicht darum, immer größer zu werden. Viel wichtiger ist, dass die besondere Atmosphäre erhalten bleibt und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt steht – genau das macht Beach of Love für uns aus.
Wie stellst du dir die Zukunft von Beach of Love vor?
Ich wünsche mir, dass Beach of Love auch in Zukunft ein besonderer Ort bleibt, an dem Menschen zusammenkommen, um Musik, Sommer und diese einzigartige Atmosphäre zu erleben. Wir werden das Festival weiterentwickeln und neue Ideen einbringen, aber ohne den ursprünglichen Spirit zu verlieren. Am Ende geht es nicht darum, immer größer zu werden, sondern darum, dieses besondere Gefühl zu bewahren. Wenn die Menschen nach Hause gehen und sagen: Das war wieder ein unvergesslicher Tag – dann haben wir alles richtig gemacht.
Interview: Saban Camili | Fotos: Beach of Love












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