Wir schreiben den Frühsommer 2005: Ein gewisser Gerhard Schröder ist (noch) Bundeskanzler, „Schnappi, das kleine Krokodil“ hat die Charts fest im Würgegriff, aus Joseph Ratzinger wird Papst Benedikt XVI., man trägt unironisch Ed Hardy – und das allererste Phonk-Heft kommt frisch aus der Druckerpresse. Seitdem hat sich offensichtlich ziemlich viel getan in der Welt… aber unser kleines Stadtmagazin hält tapfer die Stellung. Zum Jubiläum erzählen neue, alte und nur unwesentlich gealterte Gesichter ihre Geschichten aus 20 Jahren Phonk.
Sevtap, Grafikerin

Happy 20 Jahre, Phonk! Ich war von 2011 bis 2013 als frisch gebackene Grafikdesignerin am Start – mit meinem ersten selbst fotografierten Cover im April 2011 und dem magischen Moment, meinen Namen im Heft zu sehen.
Zwischen kreativen Höhenflügen und sportlichen Deadlines war’s eine wilde, wunderbare Zeit. Großen Respekt an den Macher Saban – ein super Typ, der Heilbronn seit Jahren mit Magazin und Events bereichert. Danke für alles – und auf die nächsten 20 Jahre Phonk-Vibes!

Frank, freier Redakteur

Das PHONK-Magazin war von Beginn an eine Plattform, in der ich mich kreativ einbringen konnte. Ich bin stolz darauf, sagen zu können: Ich war von Anfang an mit dabei! Mit meiner Kolumne „Dottore Stefano Franco“ hab ich damals allerlei Themen auf die Schippe genommen, ob es das TV-Programm war oder das Musikbusiness. Als ich die Kolumne aus zeitlichen Gründen einstellen musste, bin ich dem PHONK trotzdem für diverse Gastbeiträge erhalten geblieben und werde auch zukünftig Beiträge dazu beisteuern. In diesem Sinne: Happy Birthday, liebes PHONK!
Sina, Redakteurin

Ich habe meine Zeit bei Phonk als wirklich besondere Zeit in Erinnerung. Durch viele Interviews, die ich führen durfte, Ausstellungen diverser Künstler*innen, Eröffnungen neuer Shops und Restaurants, die ich besuchte, durfte ich eine Vielzahl an interessanten und inspirierenden Persönlichkeiten kennenlernen. Danke dafür. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir, dass ich im Jahr 2016 den damals sehr gehypten Joris (Herz über Kopf) interviewte. Da ich zu der Zeit selbst auf Rhodos unterwegs war, wurde es dann ein sehr holpriges Telefon-Interview vom griechischen Strand aus. Das wird mir auf jeden Fall ewig in Erinnerung bleiben.
Heiko, Magazin-Gründer

„Als ich vor 23 Jahren mit diginights startete, war die Welt noch längst nicht so digital geprägt wie heute. Bei der Ansprache potenzieller Werbepartner stieß ich mit dem Konzept von Online-Bannern häufig auf Unverständnis – viele lokale Unternehmen konnten mit digitaler Werbung noch nichts anfangen und verfügten ausschließlich über Budgets für klassische Printanzeigen. Aus genau dieser Situation heraus entstand damals die Idee für ein eigenes Printprodukt – das Phonk Magazin. Was als Ergänzung zu unserem digitalen Angebot begann, hat sich durch die Leidenschaft, Kreativität und das unermüdliche Engagement von Saban zu einem festen Bestandteil der regionalen Medienlandschaft entwickelt. Heute feiert das Phonk seinen 20. Geburtstag – und ich gratuliere von Herzen zu diesem besonderen Jubiläum!“
Sarah, Redakteurin

Mein Einstieg bei Phonk war ziemlich spontan. Saban hat mich damals im Club Mobilat angesprochen und gefragt, ob ich schreiben kann und nicht mal was fürs Phonk machen möchte. Mein erster Artikel war der Fashion-Tipp und scheinbar kam der ganz gut an (lacht), denn seit Februar 2016 bin ich nun Teil des Teams. Seitdem schreibe ich regelmäßig, übernehme verschiedene Rubriken und mache auch mal Fotos. Am meisten gefällt mir, wie viele interessante Menschen man durchs Phonk kennenlernt – bei Interviews, Events oder einfach zwischendurch. Und wenn man dann noch liebe Rückmeldungen zu einem eigenen Text bekommt, wie bei meiner Kolumne „Bin ich eigentlich zu alt für…?“ (Phonk 12.24/01.25), ist das einfach das schönste Feedback.
Mana, Grafiker

Zwischen Deadline und Dallmayr. Ich erinnere mich nicht an mehr genau eine bestimmte Anekdote, eher an ein wiederkehrendes Ritual: Nächte kurz vor Redaktionsschluss. Die Mischung aus kreativer Panik, Kaffeedunst und dem dumpfen Gefühl, dass es eigentlich längst hätte fertig sein sollen. War es meist nicht. Wie viele Kreativschaffende kennen das? Erst läuft wochenlang alles entspannt und dann, zack, wird’s Nacht, laut im Kopf und hektisch in der Kommunikation. Offenbar brauchen wir diese Torschlusspanik. Oder wir haben einfach nie gelernt, wie es ohne geht. Zum Glück war Flo (damals Chefredakteur, heute vermutlich immer noch schlaflos) oft mit mir im Boot. Meist unfreiwillig, weil er selbst noch an Texten feilte. Es war nicht immer ganz klar, ob wir gerade ein Magazin fertig machten oder einfach nur kollektiv versuchten, der Realität eine Deadline zu verkaufen. Vielleicht läuft das heute etwas gesitteter ab. Vielleicht auch nicht. Was bleibt: Ich habe in der Zeit beim Phonk viel gelernt, fachlich, menschlich und kreativ. Und trotz aller Hektik vor der Deadline: Es war eine tolle Zeit.
Flo, Redaktionsleitung

Bei meinem „Vorstellungsgespräch“, stilecht im Veranda 8 unter den damaligen Redaktionsräumen, habe ich Saban gesiezt. Das hat er damals glaube ich als persönliche Beleidigung aufgefasst (lacht). Glücklicherweise durfte ich trotzdem bleiben. Für eine meiner ersten Ausgaben – damals noch als Praktikant – habe ich einen Test zu einem bekannten Online-Müslishop geschrieben. Die Produktproben, zwei Paletten voller verschiedener Müslisorten, waren danach sehr lange fester Einrichtungsgegenstand im Phonk-Büro (lacht). Seit mittlerweile 14 Jahren gehört der regelmäßige Ablauf zwischen Redaktionskonferenz und Abgabe auf den letzten Drücker nun fest zu meinem Alltag. Und ich feiere es, wie sich das Magazin seitdem entwickelt hat. Ansonsten freue ich mich immer, wenn unsere Artikel in der Online-Version auch noch Jahre später von vielen Leuten gelesen werden. Zum Beispiel unserer Interview mit der Ungleichheitsforscherin Martyna Linartas oder unser Beitrag zur Frage „Wie reich ist Heilbron?“.
Saban, Inhaber

Bei der ersten Ausgabe war Heiko noch der Inhaber, ich war für den Anzeigenverkauf zuständig. Ein Heft hatten wir natürlich noch nicht, also bin ich quasi mit leeren Händen durch Heilbronn gerannt, um mögliche Kund*innen davon zu überzeugen, bei uns Werbung zu schalten. Trotzdem haben mehr als 25 Leute gesagt, dass sie dabei sind – allein, weil sie die Idee des Magazins cool fanden. Ganz persönlich freut mich auch, dass wir Kund*innen haben, die praktisch von Anfang an mit dabei sind und uns immer noch die Treue halten. Da haben sich im Laufe der Jahre natürlich auch Freundschaften entwickelt. Für mich ist toll, wie sich das Ganze seit damals weiterentwickelt hat, von einem Party-Magazin zu einem Heft, mit dem wir viele verschiedene Themen abdecken. Wir sind erwachsener geworden, auch mit dem Switch zum A5-Format. Dass das Phonk nach wie vor regelmäßig komplett vergriffen ist, also die Leute uns offensichtlich immer noch gerne lesen, das motiviert uns für jede Ausgabe von Neuem.

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