Luca Schuster ist 25 Jahre alt, wohnt in Untergruppenbach und arbeitet beim Landratsamt in der Personalentwicklung. Außerdem ist er Resident bei TEAL. und dreht seit letztem Jahr für die Eventreihe an den Reglern. Warum ihm das DJ-Handwerk quasi in die Wiege gelegt wurde, wie der Schritt von kleinen Locations vor große Crowds lief und warum Outdoor auflegen das Geilste ist, erzählt Luca im Interview.
Luca Schuster im Interview
Wie und wo hast du angefangen?
Da mein Vater ebenfalls DJ ist, wurde mir das Ganze wahrscheinlich schon ein wenig in die Wiege gelegt. Ich bin also zwischen Musik und Turntables aufgewachsen und meine Liebe zur Musik hat sich bereits im Kindesalter gezeigt. Selber angefangen aufzulegen habe ich ca. 2023, wobei ich die meiste Zeit für mich selbst oder für Freunde gespielt habe. Meinen ersten Gig hatte ich Anfang 2025 in der Nu Bar in Heilbronn.
Was macht aus einer coolen Party eine unvergessliche Nacht?
Ich glaube, hiermit spreche ich für viele DJs: die Crowd. Wenn die Leute mitmachen, mittanzen, sich auf deine Musik einlassen und einfach Spaß haben. Natürlich gehören auch Dinge wie eine coole Location oder eine gute Anlage dazu. Aber all das bringt dir nichts, wenn das Publikum nicht mitspielt.
Was war das prägendste Erlebnis deiner Laufbahn?
Hier muss ich tatsächlich zwei Dinge erwähnen, die relativ nah beieinander lagen. Zum einen mein erster großer Gig vor 700 Leuten beim TEAL-Event im April 2025. Ich hatte vorher nur wenige Male in kleinen Locations vor vielleicht 50 Leuten aufgelegt und musste dann bei TEAL zur Primetime plötzlich vor Hunderten von Menschen spielen. War unfassbar aufgeregt und bis dato noch nie in so einer Situation, aber nach wenigen Minuten hat sich alles gelegt und ich war in meinem Element.
Ich war tagelang völlig überwältigt von meinem Erlebnis und hab mir wie ein kleines Kind jeden Abend die Videos des Abends angeschaut und in mein Handy gegrinst. Zum anderen die Möglichkeit, in Belgien bei einem Festival auflegen zu dürfen und auf Plakaten mit namhaften DJs zu stehen. In der ganzen Stadt waren Plakate und Flyer verteilt, auf denen u. a. mein Name zu lesen war., was für mich völlig surreal war. Das hat mir gezeigt, welches Ausmaß möglich sein kann und wie viel Spaß mir das alles macht.
Welcher Track regiert zurzeit die Dancefloors?
Der Track ist aktuell zwar noch unreleased, aber für mich ist es „Smalltown Boy“ von Kotier. Wobei sich das für mich auch wieder morgen ändern kann…
Was sind absolute No-gos beim Auflegen?
Sich selbst zu ernst nehmen, nicht dankbar für jeden Gig zu sein, nicht selber auch Spaß beim Auflegen und feiern zu haben, arrogant oder abgehoben den Leuten gegenüber aufzutreten, zu betrunken am DJ-Pult zu stehen, unzuverlässig oder unpünktlich zu sein sowie seine eigene Playtime beziehungsweise die der anderen nicht zu respektieren.

Brain Storming
Digital oder analog?
Für mich digital, weil ich in dieser Zeit einfach groß geworden bin. Ich finde analog aber trotzdem super cool und würde es gerne mal ausprobieren.
„Ein guter Mix…“
… ist der Situation angepasst (Warm-Up, Prime-Time, dem Publikum/Event) und nimmt die Leute auf eine Art Reise mit.
Großraumdisko oder kleiner Club?
Für mich persönlich eher kleinere intimere Locations. Wobei ich anstatt zu Clubs, eher zu Outdoor-Locations tendiere. Auf einem Boot oder einem Roofop bei Sonnenuntergang aufzulegen macht mir am meisten Spaß.
Klassiker oder Aktuelles?
An sich beides, wobei ich mehr aktuelle Sachen spiele. Ich liebe House-Klassiker, beziehungsweise Songs aus den späten 90ern/Anfang der 2000er und baue solche Songs auch immer wieder in meine Sets ein, aber der Großteil besteht aus aktuelleren Songs












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