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3 Dinge, die wir in Zeiten von Corona nicht vergessen dürfen

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Schlagzeilen auf News-Websites und in Tageszeitungen, TV-Diskussionsrunden, Push-Benachrichtigungen auf dem Handy – so gut wie überall gibt es aktuell praktisch nur ein Thema. Und auch wir widmen uns in unserer aktuellen Phonk-Ausgabe mit besonderem Augenmerk der Corona-Krise. Wir alle haben durch die fast pausenlose Beschäftigung mit dieser Ausnahmesituation beinahe vergessen, welche Themen vorher das Land und die Welt bewegt haben. Aber die großen Herausforderungen machen kein Home Office und halten auch keinen Sicherheitsabstand zu uns. Deshalb sollten wir uns immer vor Augen führen, welche Probleme während und vor allem nach der Pandemie weiterhin unsere Aufmerksamkeit erfordern.


1. Die Gefahr von Rechts

Allein in den letzten Monaten haben rassistisch motivierte Anschläge unter anderem in Halle und Hanau Deutschland in seinen Grundfesten erschüttert. Rechtsterroristische Netzwerke wie Nordkreuz, Hannibal, Der harte Kern und weitere planten einen bewaffneten Umsturz und Massenmorde an politischen Gegnern. Und im deutschen Bundestag sowie in vielen Landesparlamenten sitzt eine Partei, die mittlerweile auch vom Verfassungsschutz in erheblichen Teilen als rechtsextrem eingestuft und deshalb beobachtet wird. All diese Entwicklungen werden nach Abflachen der Corono-Kurve genau da weitergehen, wenn wir uns ihnen nicht entschieden entgegenstellen.


2. Den Klimawandel

Diese Nachrichten kommen einem fast so vor, als lägen sie eine Ewigkeit zurück. Schmelzende Polkappen, Buschbrände in Australien, Feuer im Amazonasgebiet, Dürresommer auch hierzulande. Die Liste geht natürlich noch weiter. Und die Folgen der globalen Erwärmung werden mit Sicherheit nicht dadurch eingedämmt, dass wir alle ein paar Wochen lang weniger Auto gefahren sind. Die Unterstützer der Fridays for Future-Bewegung protestieren zwar gerade online statt in den Innenstädten dieser Welt. Trotzdem bleibt der konsequente Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit.


3. Menschen auf der Flucht

Die erheblichen Einschränkungen die unser Leben in den letzten Wochen schlagartig verändert haben, waren ohne Frage einschneidend. Hinzu kommt auch die damit verbundene Unsicherheit, die wir nun erleben. Trotzdem hat keiner von uns, die wir unser ganzes Leben in relativer Sicherheit verbracht haben, auch nur ansatzweise eine Vorstellung von der Situation der Menschen, die vor Krieg, Verfolgung, Armut oder Umweltkatastrophen aus ihren Heimatländern geflohen sind. Und was noch schlimmer ist: Sowohl in den Herkunftsländern der Geflüchteten wie Syrien, Jemen und vielen ostafrikanischen Staaten als auch in den Flüchtlingslagern vor den Grenzen der EU ist die humanitäre Situation katastrophal. Zu den ohnehin schon bestehenden Problemen kommt für die Menschen nun ebenfalls die Gefahr durch das Coronavirus hinzu. Und für die sind sie weitaus schlechter gewappnet als wir. Gerade jetzt dürfen wir die Geflüchteten daher nicht im Stich lassen. Wir solidarisch wir gegenüber unseren Mitmenschen sein können, zeigen wir ja aktuell.

[FD]


Photo by Sasha Freemind on Unsplash

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