Mächtige Fortsetzung

Star Wars Jedi: Survivor - Review (1)

„Star Wars Jedi: Survivor“ im Test

„Star Wars Jedi: Survivor“ ist die von Respawn Entertainment entwickelte Fortsetzung zum 2019 erschienenen „Star Wars Jedi: Fallen Order“. Der Vorgänger war ein gutes Spiel, wies jedoch einige Kritikpunkte auf. Es stellt sich also die Frage, inwiefern die Mechaniken im Nachfolger verbessert werden konnten. Und ob Fans hier das erste herausragende „Star Wars“ Spiel seit langer Zeit erhalten.


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Eine neue Hoffnung?

Die Handlung von „Survivor“ spielt einige Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils, in der Film-Chronologie zwischen Episode 3 und 4. Protagonist ist wieder Cal Kestis, einer der wenigen Jedi, die die große Auslöschung, durch die Order 66 überlebt haben. Die aus dem Vorgänger bekannte Crew hat sich jedoch aufgelöst und Cal Kestis ist zu Beginn des Spiels nach einer fehlgeschlagenen Mission allein im recht ausweglosen Widerstand gegen das Imperium. Als er auf dem Planeten Koboh notlandet, erfährt er durch einen alten Freund von einem sagenumwobenen Ort, der in ihm die Hoffnung weckt, ein Leben ohne die Schrecken des Imperiums zu führen. Auf seiner Reise dorthin erhält er Unterstützung von bekannten Freunden, trifft jedoch auch auf alte und neue Feinde…

Viel zu tun

Beim Spielen fällt schnell auf: In „Star Wars Jedi: Survivor“ ist alles umfangreicher als im direkten Vorgänger. Die Welten sind größer, es gibt mehr Nebenmissionen, mehr Charaktere und mehr Fähigkeiten. In Metroidvania-Manier kann man nach und nach immer mehr Gebiete der Planeten erforschen. Dabei trifft man auf Gegner und Geheimnisse, die es in sich haben. Das Kampfsystem ist wieder stark an die Souls-Spiele angelehnt, bietet aber genug Eigenheiten und verkommt so nicht zur Kopie. Allgemein bedient sich „Survivor“ zwar kräftig an diversen populären Titeln der letzten Jahre, ist allerdings besser als die Summe dieser Teile. Das Erforschen der Planeten wird nie langweilig, überall gibt es kleine Aufgaben, versteckte Höhlen und Rätsel zu lösen. Die Kämpfe bleiben über die gesamte Länge des Spiels spaßig und fordernd.

Star Wars Jedi: Survivor - Review (2)

Besser zu Ende gedacht

Während der Vorgänger oft wirkte, als ob viele Ideen eher halbgar ausgeführt wurden, wirkt hier alles wie aus einem Guss. Besonders die zahlreichen Platforming-Passagen sind jetzt viel besser umgesetzt. Waren diese im Erstling noch schwammig, springt und klettert man hier präzise durch die Welten. Die Handlung ist allerdings sehr mit dem Star-Wars-Universum verbunden. Als Neuling oder ohne Kenntnisse des ersten „Jedi“-Teils wird man an der Handlung und den Welten deutlich weniger Spaß haben. Auch ist die technische Umsetzung zum Start noch sehr unstabil, es gibt Framerateeinbrüche und Bugs. Hier hätten dem Spiel wohl ein paar Wochen Feintuning gutgetan.

„Survivor“ ist in jeder Hinsicht besser als der bereits gute Vorgänger. Handlung, Gameplay und Grafik sind auf einem konstant sehr hohen Niveau und machen das Spiel zum besten Star-Wars-Game seit vielen Jahren. „Star Wars Jedi: Survivor“ ist seit dem 28. April 2023 für Playstation 5, X Box Series S/X und den PC erhältlich.

Text: Kai Möller | Bilder: Electronic Arts