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Das Bild der Frau

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Nina Hoos zeigt, dass die Kunst immer einen Weg findet

„Nur ein leidender Künstler ist ein guter Künstler“ lautet eine bekannte Binsenweisheit. Das sieht Nina Hoos allerdings ein wenig anders. „Kunst muss fließen, dann ist es die Leichtigkeit“, findet die Malerin. Das gilt natürlich auch – oder erst recht – in Zeiten der Coronakrise. Denn von der lässt sich Nina mit Sicherheit nicht die Kreativität nehmen.


1968 im hessischen Rüsselsheim geboren, lebt sie seit 1991 in Heilbronn, die Liebe zum Malen entflammte allerding lange vorher. Schon Tapeten im Elternhaus und später Schulbücher mussten als Leinwand herhalten, bevor sie begann, ihre Leidenschaft professionell anzugehen und sich künstlerisch zu entfalten. Den Akt der Befreiung entdeckt man auch in jedem von Ninas Werken, er zieht sich wie ein roter Faden durch die ausdrucksstarken Gemälde. „Meine Bilder stellen die Fraulichkeit im abstrakten Sinne dar – die Sinnlichkeit jeder Frau“, erzählt Nina. Expressionistisch, erotisch, surreal und dennoch spürbar, so wirken die dynamischen Darstellungen.

Nina Hoos (Heilbronn) - 1
Nina Hoos (Heilbronn) - 2

Die ebene 3 hat Ninas Werke bereits 2018 in der Ausstellung „My Ladies“ gezeigt, aktuell sind ihre Arbeiten noch bis September in der ZEAG Energie AG zu sehen. Wobei die natürlich aktuell auf Grund der Corona-Situation geschlossen ist – aber Kreativköpfe wie Nina lassen sich dadurch nicht einschränken. „Manchmal ist es an der Zeit, sich Zeit zu nehmen. Und in der derzeitigen Lage ist der Kunst viel Freiraum in der digitalen Welt willkommen“, freut sie sich. Auf Ihrem Instagram-Profil @nina99hoos versorgt die Heilbronnerin derzeit alle Kunstfreunde regelmäßig mit inspirierenden Uploads.

Nina Hoos (Heilbronn) - 3
Nina Hoos (Heilbronn) - 4

Aber für die analoge Welt hat Nina ebenfalls einige spannende Ideen. „Ich würde auch gerne unsere Wälder mit Kunst füllen,“ verrät sie. „Deshalb möchte ich gerne KünstlerInnen aus Heilbronn und darüber hinaus auch auf Instagram suchen, die ein Bild spenden. Vom Erlös sollen Bäume für unseren Wald gepflanzt werden. Oder auch für das BUGA-Gelände, da ist man ja gerade schon aktiv an der Umsetzung dran.“

Nina Hoos (Heilbronn)

Klingt nach einer richtig tollen Idee, finden wir – und würden uns freuen, wenn sich möglichst viele Kreative bei Nina melden, um mitzumachen.

Wir sind gespannt!

[FD]

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